Was uns der Covid über KI hätte lehren sollen

In dieser neuen Ausgabe des Newsletters möchte ich auf ein Thema zurückkommen, das mir für die nahe Zukunft nach wie vor am meisten Sorgen bereitet: die allgemeine Unvorbereitetheit auf die exponentielle Ausbreitung der künstlichen Intelligenz, die mit einer solchen Geschwindigkeit voranschreitet, dass nur ein kleiner Teil der Menschheit sie tatsächlich kommen sieht.
Ich spreche in erster Linie von den verheerenden Auswirkungen auf die Arbeitswelt, wobei die junge Generation am stärksten betroffen ist. Ich spreche von der Destabilisierung der Wirtschaft, wie wir sie heute kennen. Und ich spreche von den gefährlichsten Anwendungen, für die KI eingesetzt werden könnte: automatisierte Kriege, künstliche Pandemien, die mit Hilfe fortschrittlicher biologischer Modelle entwickelt werden, und Systeme zur Kontrolle und Überwachung von Menschen in einem noch nie dagewesenen Ausmaß.
Die Covid-Metapher
In seinem viralen Essay sagt Matt Shumer, dass wir uns heute in Bezug auf KI in der gleichen Situation befinden wie im Februar 2020 in Bezug auf Covid: Die Anzeichen sind alle da, aber kaum jemand nimmt sie wirklich ernst. Damals ging die Welt ihren gewohnten Gang, während ein “entfernter” Virus alles verändern sollte. Ähnlich sehen viele heute KI als Hype oder eine vorübergehende Modeerscheinung an, während sie in Wirklichkeit bereits die Wirtschaft mit einer Geschwindigkeit verändert, die die meisten Menschen noch nicht erkannt haben.
Die Covid-Metapher ist wirkungsvoller als der “kommende Tsunami”, weil es sich um ein zeitlich nahes Beispiel handelt, das uns alle direkt betrifft. Sie dient nicht als psychologischer Terrorismus, sondern als Erinnerung an eine grundlegende Lektion: Wenn man exponentielle Veränderungen unterschätzt, ist das der beste Weg, um überwältigt zu werden, anstatt vorbereitet zu sein.
